Nachbarschaftswasserstand

Ein Nachbarschaftswasserstand. CC BY-NC-SA 4.0 Nachbarschaft-Weidenau

Eine Gruppe in der Nachbarschaft hat sich ein Format angeeignet, um mit Nachbar*innen und Arbeiter*innen und Gäste auszutauschen: Der Nachbarschaftswasserstand

Ein Stand mit Wasser in der Nachbarschaft

Es ist eigentlich nur ein Klapptisch mit einer schicken Decke („Wo Menschen sind, da soll es auch schön sein.“) und Trinkwasserflaschen, die verschenkt werden.

Auf der Ebene der Gegenseitigen Hilfe werden Kleinstspenden, um weitere Wasserflaschen zu kaufen, angenommen. Auf der Ebene des Zusammenhaltes ist das Sammeln der Antworten auf die offene Fragen „Was läuft gut in der Nachbarschaft?“ und „Was könnte besser laufen?“ viel wichtiger. Dazu weiter unten mehr.

Die Idee ist, das Menschen, die daran vorbei gehen und fahren, sich sehen, anhalten, sich bedienen und sich austauschen.

Der Stand findet auf öffentlicher Fläche statt und bleibt höchstens zwei Stunden, damit der Aufwand gering ist und häufig und gerne wieder, auch von anderen Nachbar*innen, aufgestellt wird.

Wasserstand der Nachbarschaft

Das Wortspiel enthält auch die Bedeutung „Wasserstand der Nachbarschaft“, im Sinne eines Wasserpegels, der gemessen wird.

In dieser zweiten Bedeutung geht es einfach darum, den Menschen der Nachbarschaft zu zuhören. Die „Standbetreiber*innen“ sollten also nicht (über-) reden, sondern im Gegenteil: Alle freundlich grüßen, dann zum Zugreifen nach den Wasserflaschengeschenken auffordern und, wenn dies geschehen ist, die offenen Fragen stellen. Den höchsten Gesprächsanteil haben die Nachbar*innen vor dem Stand.

An diejenigen, die den Stand halten, ist ein gewisser Grad an Ernsthaftigkeit und Verbindlichkeit notwendig. Da das Einholen von Meinungen, Beiträgen und Verbesserungen das Ziel ist, dürfen eigene Positionen nicht in den Vordergrund gestellt werden. Natürlich fallen wir nicht hinter unser Selbstverständnis von Gegenseitiger Hilfe und Zusammenhalt.

Was passiert danach?

Das, was gefällt, wird gefeiert. Das, was besser laufen könnte, sollte gesammelt und bei den nächsten Nachbarschaftstreffen besprochen werden. Häufig finden sich Menschen, mit den selben Anliegen, die dann zumindest wissen, dass sie damit nicht alleine sind und dann vielleicht gemeinsam Ideen und Möglichkeiten entwickeln, diese Anliegen gemeinsam anzugehen.

Wer einen Nachbarschaftswassertand aufstellen möchte kann den Termin gerne an sekretariat(at)nachbarschaft-weidenau.de stellen, damit der Termin zumindest im Kalender genannt werden kann. Interessierte, die gerne mal mitmachen möchten, wenden sich gerne ebenfalls an das Sekretariat.