Freifunk-Netz fängt Telekom- und Vodafoneausfall auf

Das Logo von Freifunk: Drei Kreise, zwei davon konzentrisch mit leichter Überlappung. Zwei Pfleile, die aufeinander zeigen.CC BY-SA 2.5 Deed

Was geschah?

Lage:
Unser Freifunk, ein nachbarschaftliches Bürgerdatennetz, besteht aus entsprechenden Routern bei Nachbar*innen, die Internet aus dem Telekom-, dem Vodafone- und dem 1&1-Netz teilen. Damit „kommt das Internet“ einmal aus den bestehenden Telefonleitungen und den bestehenden Fernsehkabelleitungen. Außerdem besteht das Freifunknetz aus Nachbar*innen, die das Netz mit ihren Routern „nur“ erweitern.

Die Baustellenarbeiten für das Glasfaserlegen verursachten einen Internetausfall von Vodafone vom 21.-30.09.2026. Ebenso davor einen Ausfall der Telekom.

Die Nachbarschaft hatte bereits ein loses Freifunk-Netzwerk angelegt, siehe auch hier. Nachbar*innen, die sich bereits im Freifunk engagierten, konnten weiterhin Internet verwenden. Es war, natürlich, langsamer, weil in der Nachbarschaft über mehrere Router weitergeleitet werden musste. Hier fing das bestehende Netzwerk nahtlos auf.

Auftrag:
In der Zeit des Ausfalls musste Freifunk und das Mitmachen bekannt gemacht werden. Um das Netzwerk zu erweitern musste Hardware angeschafft werden, dazu kam es nicht.

Durchführung:
Anfragen zur Mitnutzung haben wir beantwortet, für die Erweiterung des Netzwerks: Es ist ein offenes Netzwerk ein Passwort ist nicht notwendig.
Für das Erweitern des Netzwerkes ist Hardware notwendig, Nachbar*innen, die direkt am Rand des aktuellen Netzwerkes wohnen, können es mit einem entsprechend eingerichteten Router erweitern. Diese Hardware hatten wir zu dem Zeitpunkt nicht vor Ort.

Ausblick:
Um das Bürgerdatennetzwerk zu erweitern, benötigen wir Hardwarespenden. Natürlich bieten wir Hilfe für das Einrichten der Router an. Um das nachbarschaftliche Bürgerdatennetz resilienter zu machen (stabiler, widerstandsfähiger) brauchen wir auch mehr Nachbar*innen, die ihr Internet teilen.
Ein weiterer Schritt ist, die Quellen des geteilten Internets auf weitere Anbieter und Technologien zu verteilen. Also, bisher kommt das Internet via Telefon- und Fernsehkabel. Da gerade Glasfaser verlegt wurde, würden wir uns sehr über Nachbar*innen freuen, die ihr Glasfaser-Internet teilten. Aber auch bestehende Internetkund*innen, deren Router per Mobilfunk versorgt wird, würden das nachbarschaftliche Bürgerdatennetzwerk Freifunk resilienter machen. Es sind alle eingeladen mitzumachen.
Außerdem ist ein interner Server geplant, der bei Internetausfall das dem nachbarschaftlichen Freifunknetz eine Seite mit Informationen darstellt. Aktuell soll nur diese Seite (nachbarschaft-weidenau.de) gespiegelt werden, im konkreten Fall könnten darüber hinaus relveante Informationen für die Nachbarschaft angezeigt werden. Interessierte, die an diesem Thema mitarbeiten möchten, sind ebenfalls herzlich willkommen.
Grundsätzlich braucht die Nachbarschaft einen nicht-privaten Raum, um sich zu Treffen. In diesem Fall wäre ein Nachbarschaftsladen oder -café angenehm gewesen, um Informationen auszutauschen, Einrichtung zu erklären und Hardware zu flashen.

Fragen und Anmerkungen wie immer an sekretariat@nachbarschaft-weidenau.de